Sommerkonzert "Danke für die Lieder"

von M. M-W. (Kommentare: 0)

Die Qualität des Konzerts hat darunter keinen Augenblick gelitten. Im Gegenteil: Der Abend wurde zu einem der größten Konzerterfolge der letzten Jahre in der Laurentiuskirche.

Das große Publikumsinteresse hat die etwa 30 Sängerinnen des Chors geradezu beflügelt. Die engagierte Chorleiterin Peny Bauer hat die lange Zeit der Vorbereitung auf. dieses Konzert offensichtlich voll genutzt, um den Chor zu dieser Leistung zu führen. Obwohl „Gospel" ein sakraler Begriff ist und für „Evangelium" steht, hat sich daraus eine besondere Musik- und Liedkultur entwickelt. Aufgrund ihrer musikalischen Vielseitigkeit waren diese Melodien nicht nur eine Quelle, aus der sich der Jazz entwickelte, sondern auch eine Bereicherung des Chorgesangs bis in unsere Tage. Diese musikalischen Botschaften beflügeln Komponisten in vielen Ländern zur Interpretation dieser volkstümlich-religiösen Kirchenlieder.

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Start mit Piano-Passagen Das zeigte sich bei den silbernen Piano-Passagen des Eingangsliedes „O Herr, welch ein Morgen" und dem Jubel in „Kum ba yah, my Lord" (Otto Groll). Ausgelassene Freude empfand man bei „Joshua fit the battle of Jericho" (Hermann Settelmeyer), und die Anfänge des Blues wurden deutlich mit „Precious Mem'ries" (Matthias Pogoda). Im nächsten Block - teils a capella, teils mit Klavierbegleitung - empfand man die rhythmische Betonung noch deutlicher als der Chor „Rock-a my soul" (Arnold Freed) sang und dabei mehrfach spielend eine Oktave an Höhe überwand. Reizvoll auch das zumeist einstimmig gesungene „Go down Moses" (Franz Biebl) und das rhythmisch betonte „Up in heaven" mit dem Haleluja-Swing bei fliegendem Wechsel der Tonart (D.Besig & N.Price).

Besonderer Höhepunkt war das Solo „Summertime" der Altistin Hiltrud Sanchez aus einer Oper von Georg Gershwin, begleitet von der Pianistin Reny Fath und von Silvia Büttner (Saxofon). Es war der Auftakt zu einer Reihe international erfolgreicher Kompositionen in der Bearbeitung von Pasquale Thibaut.

Kinder singen mit Bei der Friedensbotschaft „We are the world" wirkten auch Kinder der Regenbogenland Kindertagesstätte mit, ein Beispiel für die vielseitigen Möglichkeiten des Musikschaffens in Hemsbach. Bei der Rumba „Diana" und Udo Jürgens Musicalerfolg „Ich war noch niemals in New York“ spürte man, dass das Publikum gerne mitgesungen hätte. Auch die folgenden Titel waren „gute alte Bekannte" der Musikfreunde: „Oh happy day" (Garsten Gerlitz), „I dreamed a dream" (Ed Lojeski), „Everything l do" (Hannelore Baumann) und vor allem „Song sung blue" (Pasquale Thibaut), ein Lied, das schon vor Jahrzehnten in geselligen Runden nicht fehlen durfte.

(Text: H.T. -  Juli 2011 Weinheimer Nachrichten )

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