Eine Reise, ein Baby und ein unerwartetes Wiedersehen

von M. M-W. (Kommentare: 0)

 (m.m-w) Wie angekündigt begaben sich die Powerfrauen des Gospelchors an Christi Himmelfahrt auf den Weg nach Bray-sur-Seine. Dieses verlängerte Wochenende bescherte den Damen mit Dirigentin Peny Bauer ein Erlebnis nach dem anderen. 
Nach einem wunderbaren gemeinsamen Ausflug des Chors mit einigen Vertretern des Hemsbacher Partnerschaftsvereins nach Reims, waren die Damen am Abend zur Jumelage-Feier eingeladen. Vertreter beider Partnerschaftsvereine, Mitglieder der Hemsbacher Stadtkapelle, BM Kirchner mit Gattin und der Gospelchor feierten mit einem reichhaltigen Büffet den Abend und die Städtepartnerschaft.
Nach den Ansprachen des gastgebenden PVs und Petra Baumann, 1. Vorsitzende des Germania GVs, bot der Chor ein hinreißendes kleines Konzert für die Besucher. Mit dem Swing „Sway“, dem Choral „In Remembrance“ und dem afrikanischen „Shozoloza“ mit Frau Bauer als Solistin, stieg die Begeisterung des Publikums mit jedem der 10 Liedbeiträge und man konnte den Sängerinnen ihre Freude und die Begeisterung am Gesang förmlich anhören und sehen.
 Und dann geschah ein Ereignis, welches nur einmal in dieser Form passiert und die Bühne mit den Chorfrauen zum Toben brachte. Just in dem Moment, als die Zugabe mit der Hymne des Chors „Oh, happy Day“ gerade am Ausklingen war, wurde Frau Baumann ans Telefon geholt und bekam die freudige Nachricht, dass ihr erwartetes erstes Enkelkind soeben das Licht der Welt erblickt hatte. „Oh, happy Day“ im wahrsten Sinne des Wortes! Das Johlen und die Rufe von der Bühne herab, erreichte gar den frischgebackenen, gerührten Vater am Ende des Telefons. Nachdem das verblüffte Publikum über den Grund des Tumultes aufgeklärt war, gab es ein allgemeines „Hallo“ und viele schickten sich an der „Neugroßmutter“ zu gratulieren.

Die Emotionen dieser wunderbaren Nachricht erfüllten den ganzen Raum.
Doch damit nicht genug, war Frau Baumann an diesem Abend noch einmal unfreiwillig Mittelpunkt der Gesellschaft. Denn rührige Mitglieder des französischen Partnerschaftsvereins konnten die Familie mit den beiden Töchtern ausfindig machen, bei der Frau Baumann und ihre Schwester 1972 im Rahmen der Städtepartnerschaft und 1973, noch einmal privat, unvergessliche Ferien verbrachten. Frau Baumann und eine der beiden französischen Schwester konnten sich somit schon auf der Bühne in die Arme fallen und nach 43 Jahren, tiefgerührt, ihr Wiedersehen feiern, während die abwesenden Schwestern der beiden, dieses Erlebnis am Sonntag nachholten. So wurde dieses Ereignis für alle ein sichtbares Zeichen dafür, was eine Städtepartnerschaft vermag und welche Freundschaften und Verbundenheiten entstehen können.

Weniger emotional, dafür aber spannend ging es für den Chor am Samstag mit ihrem Ausflug nach Paris weiter. In kleinen Grüppchen erkundeten die Frauen die Weltstadt und genossen das Flair dieser Metropole. Erschöpft, aber glücklich und voller neuer Eindrücke und Erlebnisse fuhr der Bus die Gruppe am Abend zurück in ihr Hotel.

Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen. Doch zuvor füllten Mitglieder beider Stadtkapellen den sonnigen Morgen mit wunderschönen Melodien und der Gospelchor hob auch noch einmal ihre Stimmen und verabschiedeten sich mit „Halleluja“ von Osrat, dem Gospel „Have a Nice Day“ und noch einmal „Sway“.

Dieser Besuch in Frankreich wird den Powerfrauen des Gospelchors noch lange in Erinnerung bleiben. 

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